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"Hören macht Verstehen leicht … Du musst überhaupt nichts tun, hast keinerlei Anstrengung nötig, selbst die geringe nicht, deine Augen zu heben, um zu sehen – die Töne kommen einfach zu dir."

(Rosen, Lillian: Greller Blitz und stummer Donner, 1987, S.104)

Herzlich Willkommen, schön dass Sie unsere Homepage gefunden haben.

Und das Sie hier sind, hat einen Grund: Sie, ein Angehöriger, ein/e gute/r Bekannte/r oder einfach nur interessiert, Sie möchten sich zum Thema Schwerhörigkeit / Taubheit informieren und / oder austauschen.

Schwerhörigkeit ist in der Regel für gut hörende Menschen eine weder sichtbare, noch hörbare und schon gar keine fassbare oder nachvollziehbare Behinderung.
Das Ohr, wie der gesamte menschliche Körper, ist ein Wunderwerk der Natur.
Dieses Ohr schläft nie, es ist immer wach. Die Natur hat es so eingerichtet, dass, wenn Gefahr besteht, die Signale (Geräusche) zuerst über das Ohr an das Gehirn übertragen werden. Dementsprechend ist das Ohr unser Wächter.
Das der Mensch mit gesunden Ohren geboren wird, ist für viele eine Selbstverständlichkeit.
Doch wie steht es um die Menschen, bei denen dieses Wunderwerk der Natur nicht oder nur zu einem gewissen Teil funktioniert?

Das Zitat auf der Startseite ist von einer Schriftstellerin, welche durch einen Unfall ihr Gehör verloren hat. Nur dadurch ist es Ihr möglich, das Empfinden des Hörens in Worte zu fassen.
 „… die Töne kommen einfach zu dir“ – NEIN, sie kommen bei hörbeeinträchtigten Menschen nicht mehr einfach zu ihnen. Wenn sie kommen, dann verzerrt und/oder unvollständig, was eine gestörte Kommunikation nach sich zieht.
Ein Schwerhöriger nimmt seine Schwerhörigkeit meist selbst nicht wahr. Meistens hat man gerade nicht „zugehört“ oder der andere spricht „zu undeutlich“, es ist zu viel Lärm, wo man ja sein eigenes Wort nicht mehr versteht usw. usw. …                       Erkennen Sie sich oder jemanden anderen wieder?
Am Anfang fragt man vielleicht noch nach, um dann in genervte Gesichter seiner Gesprächspartner zu schauen. Irgendwann wird nicht mehr nachgefragt und ein unmerklicher Rückzug beginnt. Jener Rückzug beschränkt sich zunächst auf den Arbeits-, Freundes- und Bekanntenkreis, später weitet er sich auch auf die Familie aus. Folglich findet das gesamte gesellschaftliche Leben in eng abgesteckten Barrieren statt. Schließlich möchte man nicht der/die Dumme oder die große Lachnummer sein, bloß weil man gerade wieder nicht alles verstanden hat.
 Die Erkenntnis – ich bin schwerhörig – ist für die meisten ein sehr langer und schmerzvoller Weg. Nach der Erkenntnis muss die Akzeptanz – JA, ich bin schwerhörig – erfolgen.
Nur wenn man beides, Erkenntnis und Akzeptanz, miteinander vereinbart, kann man offen mit seinen guthörenden Mitmenschen kommunizieren. Letztendlich werden diese dankbar dafür sein, dass die vielen Missverständnisse behoben werden können.

Und dafür finden SIE bei uns Unterstützung, Beratung und können sich mit Gleichbetroffenen austauschen.